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Das Girokonto dient zur Abwicklung aller Bankgeschäfte. Es verfügt über so viele Funktionen und Möglichkeiten wie kein anderes Konto oder Bankprodukt. Anders als beispielsweise beim Sparkonto können Beträge ganz flexibel auf das Girokonto gebucht und abgehoben werden. Weil das Geld eines Kunden auf dem Girokonto ständig in Bewegung ist, wird es auch „Kontokorrent-Konto“ bezeichnet – „corrente“ bedeutet im Italienischen „laufend“. Doch nicht jedes Girokonto eignet sich für jeden Kunden. Studenten haben beispielsweise andere Ansprüche an ihr Konto als Online-Nutzer oder Vielreisende. Nutzen Sie daher den entsprechenden Reiter in unserem Girokonto Vergleich, um das ideale Girokonto online bei uns zu finden. Wie unser Girokonto Vergleich zeigt, kann das Kontokorrent-Konto sowohl im Plus als auch im Minus geführt werden. Als Habenzins wird der Prozentsatz bezeichnet, zu dem die Bank das Guthaben des Kunden verzinst. Dispozinsen oder auch Sollzinsen werden die Kosten genannt, die einem Kunden berechnet werden, wenn er sein Girokonto überzieht. Je nachdem wie es um die Finanzen des Kunden bestellt ist, kann das Girokonto also als Sparkonto oder Kredit genutzt werden. Für längere Zeiträume lohnen sich beide Varianten jedoch nicht, da die Guthabenverzinsung beim Girokonto viel geringer ist als beispielsweise beim Tagesgeldkonto oder Sparbuch, meist liegt sie nur zwischen 0,25 und 1,0 Prozent. Auch die Kreditzinsen beim Überziehen des Kontos sind sehr hoch, so dass Kunden diese Möglichkeiten des Girokontos nur zum aktuellen Zahlungsverkehr, nicht als dauerhafte Lösung ihrer Finanzen nutzen sollten. Den oben erwähnten Dispokredit (gängige Abkürzung zu Dispositionskredit) erhalten Sie nur bei ausreichender Bonität. Legen Sie Ihr Girokonto beispielsweise als Gehaltskonto fest, werden Sie aller Wahrscheinlichkeit nach ohne Probleme einen Dispokredit bekommen, weil die Bank Ihnen aufgrund des regelmäßigen Gehaltseingangs eine gute Bonität zuschreibt. In der Regel ist der Dispokredit kostenlos – solange Sie ihn nicht nutzen. Rutschen Sie mit Ihren Finanzen jedoch ins Minus, werden Dispozinsen fällig. Wie Sie im Girokonto Vergleich sehen, variieren die Dispozinsen von Anbieter zu Anbieter stark zwischen 7 und 14 Prozent . Beim Kontovergleich sollten Sie deshalb die Höhe der Dispozinsen immer als Entscheidungskriterium in Ihre Überlegungen mit einbeziehen. Zum 1. Januar 2012 wurden die Fristen für die Dauer, die eine Überweisung höchstens in Anspruch nehmen darf, gekürzt. Für Online-Überweisungen liegt die Zeitspanne, zwischen der das Geld überwiesen wird und bis zu der es auf dem Empfängerkonto angekommen sein muss, bei einem Werktag. Bei Überweisungen auf Papier muss das Geld nach 2 Tagen beim Empfänger angekommen sein. Die neuen Fristen gelten nicht nur für Überweisungen in Deutschland, sondern für die gesamte Europäische Union. Die Online-Überweisung kann schneller übermittelt werden, weil sie sofort ins System der Bank übermittelt wird. Ein händisch ausgefüllter Überweisungsträger muss erst ins Computersystem übertragen werden. Noch schneller können Sie Ihr Geld mit der sogenannten Prior1-Überweisung transferieren. Diese Blitzüberweisung funktioniert schon innerhalb eines Tages. Allerdings kostet die Prior1-Überweisungen auch einiges: Während „normale“ Überweisungen bei fast allen Banken kostenfrei sind, zahlen Sie für eine Prior1-Überweisung bis zu 15 Euro. Möchten Sie einen Betrag ins Ausland überweisen, variieren die Transferzeiten und Kosten von Land zu Land. Innerhalb der EU gilt die oben beschriebene 1-Tages-Frist für Online-Überweisungen und 2-Tages-Frist für Papier-Überweisungen. Für EU-Überweisungen darf nicht mehr erhoben werden als für innerstaatliche Überweisungen, in der Regel sind sie bei den meisten Banken kostenlos. Müssen Sie jedoch eine Überweisung ins außereuropäische Ausland tätigen, können Kosten von bis zu 30 Euro pro Überweisung anfallen. Als Sender können Sie festlegen, wer die Kosten für die Überweisung übernimmt: Je nachdem welche Option Sie wählen, zahlt der Empfänger oder Sie die Gebühr, oder Sender und Empfänger teilen sich die Kosten. Wie Sie in unserem Girokonto Vergleich sehen, sind die meisten Girokonten von Direktbanken kostenlos. Im Gegensatz zu Filialbanken sind Direktbanken nicht ortsgebunden und sparen dadurch Verwaltungskosten für Personal und Miete. Durch diese Einsparungen sind Direktbanken in der Lage, günstigere Konditionen als Filialbanken anzubieten. Als Kunde profitieren Sie bei den meisten Direktbanken von gebührenfreier Kontoführung, Guthabenverzinsung und der Möglichkeit, an "bankfremden" Geldautomaten kostenfrei Bargeld abzuheben. Außerdem können Sie Ihre Bankgeschäfte besonders flexibel gestalten, weil Sie ausschließlich online oder per Telefon mit der Bank in Kontakt treten. Allerdings müssen Sie auch auf einige Services, wie zum Beispiel die persönliche Beratung am Bankschalter, verzichten. Auch Ihre Kontoauszüge müssen Sie online abrufen. Einige Banken bieten zwar die Möglichkeit, Ihnen diese zuzuschicken, meistens wird dafür allerdings eine Gebühr fällig. Die Geschichte des Geldtransfers und damit des Girokontos geht bis in Mittelalter zurück. Bereits ab dem 11. Jahrhundert gab es bargeldlosen Zahlungsverkehr in Europa. Überweisungen, Abbuchungen oder Einzahlungen konnten zu dieser Zeit aber nur mündlich angeordnet werden, weshalb die Vorgänger-Modelle des Girokontos nur regional eingesetzt wurden. Im 14. Jahrhundert begannen die Menschen dann mit schriftlichen Anweisungen ihre Geldgeschäfte zu erledigen, so dass der überregionale bargeldlose Zahlungsverkehr im großen Stil möglich wurde. Im Spätmittelalter breitete sich diese Form des Zahlungsverkehrs dann schwerpunktmäßig von Italien nach ganz Europa und später weltweit aus – das Girokonto war geboren. Sein Name ist übrigens dem Italienischen „Giro“ für „Kreis“ und „Conto“ für Rechnung geschuldet. |